Schwerpunkte in Forschung und Lehre

  • Kindheitsforschung
  • Pädagogik der Kindheit
  • Kind- und kindheitsbezogene Perspektiven auf den Übergang in die Grundschule
  • Didaktik des Anfangsunterrichts
  • Ethnographische, vergleichende Bildungsforschung
  • Kindertagesbetreuung und Grundschule im internationalen Vergleich
Habilitationsprojekt
Die Institutionalisierung des Übergangs in die Schule im deutschen und englischen Bildungssystem.
Das Forschungsinteresse der Studie gilt der Frage, wie sich die Akteurschaft von Kindern im Prozess des Übergangs in die Schule verändert. Dazu ist eine bi-national vergleichende Forschungsperspektive leitend. Die Studie untersucht, wie Kinder an institutionellen, sozialen und interaktionalen Ordnungen ausgewählter Einrichtungen der Kindertagesbetreuung und der Schuleingangsphase im deutschen und englischen Bildungssystem teilnehmen. Auf der Basis längsschnittlicher ethnographischer Beobachtungen wird rekonstruiert, wie unterschiedliche sozio-kulturelle Vorstellungen vom Kind, seinem Spielen und Lernen die Alltagspraxis und die Handlungsmöglichkeiten von Kindern strukturieren und normieren.

Dissertationsprojekt:
Didaktische Arrangements aus der Perspektive von SchulanfängerInnen
Im Kontext des DFG- Graduiertenkollegs "Schulentwicklung an Reformschulen im Hinblick auf das allgemeine Schulwesen" untersucht die Studie, wie Kinder als Akteure an didaktischen Arrangements teilhaben, die unter dem Anspruch gestaltet sind, die Schulfähigkeit von Kindern anzubahnen.

Biographische Daten

Seit April 2014: Vertretung der Professur für Elementar- und Grundschulpädagogik an der Universität Bremen
2008 bis 3/2014 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Pädagogik der Elementar- und Primarstufe der Goethe- Universität Frankfurt im Arbeitsschwerpunkt Kindheitsforschung
2010 - 2011: Vertretung der Professur für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik am Institut für Pädagogik der Elementar- und Primarstufe der Goethe- Universität Frankfurt
2010 & 2011: Gastdozenturen am Institute of Education (IOE) der University of London; Faculty of Children and Learning/ Early Years and Primary Education
2006 - 2008: Vertretung der Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik an der Goethe- Universität Frankfurt
2004 - 2005: Grundschullehrerin an der integrativen Gemeinschaftsgrundschule "Die Brücke" in Neuss
2004: Promotion an der Fakultät für Pädagogik der Universität Bielefeld mit der Dissertation zum Thema "Didaktische Arrangements aus der Perspektive von SchulanfängerInnen"

Ausgewählte Publikationen

Huf, C. (2013): Vergleichende Ethnographie. Beiträge zum Selbst- und Fremdverstehen am Beispiel der Institutionalisierung des Übergangs in die Schule. In: Seichter, S. & Friebertshäuser, B. (Hrsg.): Qualitative Projekte und Methoden in der Erziehungswissenschaft. Beltz/Juventa, S. 46-62.

Huf, C. (2013): Children´s agency during transition to formal schooling. In: Journal for Ethnography and Education. Routledge/ Francis & Taylor Journals

Huf, C. & Breidenstein, G. (2013): Vergleichende Perspektiven auf die Schuleingangsstufe im deutschen und englischen Bildungssystem. In: Hummrich, M. & Rademacher, S. (Hrsg.): Kulturvergleiche in der qualitativen Bildungsforschung. VS Verlag Wiesbaden

Friebertshäuser, B. & Kelle, H., Huf, C. et. al (Hrsg.) (2012): Ethnographische Forschung in der Erziehungswissenschaft. Felder, Theorien, Methodologien. Opladen

Huf, C. & Friebertshäuser, B. (2012): Felder, Theorien, Horizonte und Herausforderungen ethnographischer Forschung in der Erziehungswissenschaft-eine Einleitung. In: Friebertshäuser et al (Hrsg.): Ethnographische Forschung in der Erziehungswissenschaft. Felder, Theorien, Methodologien. Opladen

Huf, C. & Panagiotopoulou, A. (2011): Institutionalisierung des Übergangs in die Schule: Methodische Herausforderungen ethnographischer Forschung im englischen und finnischen Bildungssystem. In: Zeitschrift für die Soziologie der Erziehung und Sozialisation (ZSE). 31(3), S. 266-281

Huf, C. (2011): "It´s all mixed" - Politiken und Praktiken im Umgang mit kultureller und sprachlicher Diversität im englischen Bildungssystem. In: Diehm, I. & Panagiotopoulou, A. (Hrsg.): Bildungsbedingungen in europäischen Migrationsgesellschaften. Ergebnisse qualitativer Studien in Vor- und Grundschule. Wiesbaden, S.85-106

Huf, C. (2010): "I´m gonna make a different" - Ethnographische Annäherungen an die Perspektive von Kindern am Übergang vom vorschulischen zum schulischen Lernen. In: Schäfer, G. & Staege, R. (Hrsg.): Frühkindliche Lernprozesse verstehen. Ethnografische und phänomenologische Beiträge zur Bildungsforschung. Weinheim, S.129-157

Huf, C. (2010): Kooperationspraktiken von SchulanfängerInnen in leistungshomogenen und leistungsheterogenen Schülergruppen. In: Zeitschrift für Grundschulforschung (ZfG), 3 (1), S.114-127

Huf, C. & Breidenstein G. (2009): Schülerinnen und Schüler bei der Wochenplanarbeit. Beobachtungen zur Eigenlogik der Planerfüllung. In: Pädagogik, 61 (4), S.20-23

Huf, C. (2008): Ein befremdender Blick auf die Wochenplanarbeit - Lernprozesse im Anfangsunterricht aus der Perspektive von SchulanfängerInnen. In: Breidenstein, G. & Schütze, F. (Hrsg.): Paradoxien in der Reform der Schule. Ergebnisse qualitativer Sozialforschung. VS Verlag Wiesbaden, S.113-125

Huf, C. (2007): Alltagspraktiken und Handlungsperspektiven der Kooperation von SchulanfängerInnen in offenen Unterrichtssituationen. In: Rabenstein, K. & Reh, S. (Hsrg.): Kooperatives und selbständiges Lernen von Schülern. VS Verlag Wiesbaden, S.159-172

Huf, C. (2007): Kinder und ihr Curriculum - Die Perspektiven von SchülerInnen des Elementar- und Primarbereichs. In: Carle, U.& Wenzel, D. (Hrsg.): Frühes Lernen. Online Zeitschrift für Bildungsforschung. Frühjahrsausgabe 1/2007

Huf, C. (2006): Didaktische Arrangements aus der Perspektive von SchulanfängerInnen. Eine ethnographische Feldstudie über Alltagspraktiken, Handlungsperspektiven und Deutungsmustern von SchülerInnen der Biefelder Laborschule. Bad Heilbrunn


Ausgewählte Vorträge

09/13 Jahrestagung der Kommission Qualitative Bildungs- und Biographieforschung: Positionsbestimmungen und Perspektiven qualitativer Forschung in der Erziehungswissenschaft.
In- situ & In- stitutio: Perspektiven qualitativ vergleichender Forschung auf pädagogische Praktiken in der Grundschule.
Gemeinsam mit Bettina Fritzsche/ DIPF Berlin

09/13 Sektionstagung Kindheitssoziologie 2013: Kinder als Akteure ­ Agency und Kindheit.
Komplizenschaft von Kindern: Theoretische und empirische Annäherungen.
Gemeinsam mit Doris Bühler- Niederberger/ Bergische Universität Wuppertal

09/13 Oxford Ethnography and Education Conferencey.
Children´s peer cultural relations in age- mixed classes- A comparative approach to complexities, complicity and contradictions.
Gemeinsam mit Andrea Raggl/ PH Vorarlberg

09/12 Jahrestagung der Kommission Qualitative Bildungs- und Biographieforschung der Sektion Allgemeine Erziehungswissenschaften der DGFE zum Thema "Bildungsentscheidungen zum Lebenslauf. (Dis)-kontinuitäten, Paradoxien, soziale Ungleichheiten". Hauptvortrag: Soziale Ungleichheiten in vergleichender Perspektive - Übergänge in die Schule im englischen und deutschen Bildungssystem

03/12 23. Kongress der DGFE in Osnabrück: Grenzgänge. Symposium mit Bettina Fritzsche: Blicke über den Kanal – Potentiale qualitativ vergleichender Schulforschung am Beispiel Deutschland – England. Practices of control over children´s learning activities in a German and English primary school

02/12 Vortragsreihe: Lernen in sozialer Zugehörigkeit. Der Beitrag von Universität und Lehrerbildung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Institut für Sonderpädagogik; Goethe Universität Frankfurt. Inklusions- und Selektionspraxis an Grundschulen. Herausforderung durch die UN Behindertenrechtskonvention. (gemeinsam mit Helga Kelle)

04/11 Internationales Kolloquium an der Universität Luxembourg: Doing Ethnograhy in Early Childhood Education and Care: Lost in Transition? – Children´s Agency during Transition from ECEC to Primary School

12/10 Internationale Vortragsreihe der Universität Luxembourg/ INSIDE zu: Policies and Practices of Childcare: Übergänge von der frühkindlichen Bildung in die Schule: Strukturen und Praktiken im deutsch- englischen Vergleich

09/10 Oxford Conference of Ethnography and Education; University Oxford: An attempt at a cross- cultural ethnography on children´s transition

07/10 ISA World Congress 2010 in Göteborg: Sociology on the Move: Reducing children´s agency? - Children´s social practices during transition in the English and the German educational system

03/10 Forschungsforum des DGFE Kongress 2010 in Mainz: Bildung in der Demokratie: Annäherungen an die Perspektive von Kindern im Kontext international vergleichender ethnografischer Forschung

11/09 Ethnographische Forschung in der Erziehungswissenschaft – Felder, Theorien; Methodologien; Goethe Universität Frankfurt. International vergleichende Ethnographien in Institutionen frühkindlicher und schulischer Bildung und Erziehung. (gemeinsam mit Argyro Panagiotopoulou)

10/09 Jahrestagung der Sektion ´Soziologie der Kindheit` der DGS: European Childhood - Childhoods in Europe: Children´s transition from ECEC services to primary school in England and Germany. Structures, institutions and children´s social practices


Mitgliedschaften

DGFE
* Sektion Allgemeine Erziehungswissenschaft/ Kommission für Qualitative Bildungs- und Biographieforschung
* Sektion International und Interkulturell Vergleichende Erziehungswissenschaft/ Kommission Vergleichende und internationale Erziehungswissenschaft
* Sektion Schulpädagogik/ Kommission Grundschulforschung und Pädagogik der Primarstufe

Deutsche Gesellschaft für Soziologie
* Sektion Soziologie der Kindheit

University of East London
* Collaborating Academic in the Teacher Education Research Group

Ethnography and Education
* Member of Editorial Board for Ethnography & Education (Routledge)

Dr. Christina Huf
Prof. Dr. Christina Huf


Universität Bremen
Fachbereich Erziehungs- und Bildungswissenschaften

Bibliothekstraße 1-3
28359 Bremen

Email:
christina.huf@uni-bremen.de

Telefon: 0049 (0) 421 218 69221

Biographische Daten
Vorträge
Publikationen
Mitgliedschaften